Lesung in Tramm bei "Tinten-Art" Sabine Poethke

Frau Poethke, die Organisatorin der Lesung schreibt: Achim Fischer, Lesung, Pension Tramm, 27.10.2012 "Wir sind keine Insel" ... Am Anfang dachten wir, wir sind eine Insel. Am Ende wussten wir, dass w

Dieses Leitmotiv wählte Fischer als Präambel zu Beginn der Erzählung, was die Zuhörer sofort neugierig stimmte. Er hatte zur Vorstellung seiner Erzählung einige Auszüge gewählt, um die Vielschichtigkeit seiner inhaltlichen Ebenen anzureißen.

Ungewöhnlich sind an Fischers Schreibweise die Verknüpfungen einzelner Personen in die Erzählung, die er in den Vordergrund treten lässt, um teilweise nur einen Satz zu sagen. Danach betten sie sich als Figuren wieder zurück in den Handlungsablauf.
Fischers Untertitel "Spiegelbilder" ist präzise gewählt und wird jedem Leser oder Zuhörer bewusst, denn seine exzellente Erzählweise spiegelt die Höhen und Tiefen des Lebens gesellschaftskritisch wider.
Fischer dazu: " Es kommt unverkennbar aus meiner Erzählung hervor, dass ich beim Schreiben den Kalten Krieg vor Augen hatte."
Weiter sagt Fischer: "Viele Leser erwarten das Ende immer am Schluss, doch in meiner Erzählung wird der Leser herausfinden, herausfinden müssen, dass das Ende leicht übersehen wird. Es steht schon nach dem 3. Kapitel. Sie werden aber trotzdem das ganze Buch lesen müssen, um es zu verstehen."
Fischers sympathischer Umgang mit Zuhörern gestaltete eine entspannte und doch gespannte Atmosphäre. Dadurch war nicht verwunderlich, dass die ausgelegten Exemplare seiner Erzählung in der Pause schnell vergriffen waren.
Sabine Poethke
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