Rezension bei thalia.de

„2985 – Macht der Frauen“ ist ein Zukunftsroman, der sich, nach eigenen Bekundungen des Autors, zur Vorlage „1984“ von George Orwell genommen hat, nur sind es diesmal nicht die Männer, die die totale Macht ergriffen haben, sondern die Frauen. Auch üben sie die Macht nicht mit brutaler Gewalt aus wie 1984 die Männer, sondern subtiler, mit Entzug. Allerdings ist dieser Entzug für die Männer am Ende genau so brutal und so wirkungsvoll, wenn nicht sogar wirkungsvoller als die in 1984. So wie die Gewalt in 1984 detailliert beschrieben wird, so wird auch der Entzug und seine Folgen in aller Offenheit und detailliert beschrieben. Das mag manchen wie Pornographie erscheinen, ist es aber nicht, es ist eine, man könnte meinen, fast eine realistische Beschreibung des Weges zur Macht und die Folgen. So wie Orwells Vision 1984 in Teilen heute schon überholt ist, so ist auch dies eine Vision, wie übrigens alle Zukunftsromane als Vision zu deuten sind.  

Wer bereit ist, an der Direktheit  der Sprache keinen Anstoß zu nehmen, sie wird übrigens in einem Vorwort, das nicht  in dem Roman abgedruckt, aber auf der Webseite: http://fischer2985.jimdo.com/  zu finden ist, wird einen in exelenter Sprache geschriebenen Roman lesen, wobei die Sprache vom 1. bis 3. Buch (3 Bücher in einem Band) immer besser wird. Darauf hat schon ein/e Herr oder Frau Lenz (Vorname wurde nicht genannt) in einer Rezension hingewiesen, zu finden auf der oben genannten Webseite.

Insgesamt ein lesenswerter Roman, der von 5 zu vergebenden Bewertungspunkten nach meiner Einschätzung  alle 5 Punkte verdient hat.

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